8.– 9. November 2016: „A Soul for Europe“ Konferenz 2016

30.01.2017

Welchen Beitrag können die Städte zur Stärkung Europas leisten? Wie überwinden Städte Grenzen und Vorteile? Wie gelingt es, Bürger*innen für eine aktive Rolle in Europa zu gewinnen und rechtspopulistischen und europafeindlichen Bewegungen überzeugend entgegenzutreten? Das waren die zentralen Fragen der Keynotes, Workshops und Diskussionsrunden.

Frau Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin und Europabeauftragte des Landes Berlin, begrüßte die Konferenzteilnehmenden und wies auf die Wichtigkeit der Städte „im Herzen des europäischen Projektes“ hin. Richard Kühnel lobte den Einsatz der europäischen Zivilgesellschaft – wie von den eingeladenen Projekten demonstriert – und verwies auf die Konflikte in den benachbarten europäischen Ländern, die wir nicht aus den Augen verlieren sollten. Thematisch wurde die Konferenz durch den Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Oliver Jens Schmitt der Universität Wien zum Thema „Die kulturelle Spaltung Europas“ eingeleitet. Er bezog sich dabei auf die Spaltung zwischen den westlichen und östlichen Ländern Europas, als auch auf die Unterschiede zwischen einem „inneren“ (Mitgliedsstaaten der EU) und „äußeren“ Europa (Türkei, Russland).

Der Schwerpunkt der Konferenz lag neben dem Dialog zwischen Politik, Kultur und Zivilgesellschaft auf lokaler und europäischer Ebene besonders auf der Päsentation und dem Austausch von Projektbeispielen und Strategien aus der europäischen Praxis. Der „Marktplatz Europa“ stellte insgesamt 21 erfolgreiche Projekte und erfolgversprechende Ansätze aus den unterschiedlichsten Kommunen Europas in einer Ausstellung auf der Rotunde des Allianz Forums vor. Die Projekte hatten die Möglichkeit, ihre Ansätze, Ziele und erreichten Erfolge auf einem Poster darszustellen. Während der drei Workshops hatten alle Teilnehmer Gelegenheit, in kleineren Runden ins Gespräch zu kommen.Die unterschiedlichen Konferenzformate, die viel Gelegenheit zum Austausch boten, wurden von den Konferenzteilnehmern sehr positiv aufgenommen; insbesondere die Gelegenheit zur Vernetzung wurden von den Initiativen und aktiven Bürgern intensiv genutzt.

 

EUROPA Lichtinstallation an der St. Agnes Kirche in Berlin

04.01.2017

Ein leuchtendes Zeichen für Europa

Leuchten formen das Wort Europa an der Seite einer Hauswand im HalbdunkelDurch kahle Bäume scheinen Leuchten, die das Wort Europa an einer Hauswand formen-
Copyright Fotos: Rubén Dario Kleimeer

Knapp 100 Menschen sind zu der feierlichen Eröffnung der Lichtinstallation EUROPA am frühen Samstag Abend, 26. November 2016, zur St. Agnes Kirche in Berlin gekommen. Von dort strahlt diese aus 33 Leuchtstoffröhren bestehende Installation in den kommenden Monaten als leuchtendes Zeiten FÜR EUROPA hinein in die Stadt, ehe die Installation nach dem Willen der Initiatoren Caro Baumann und Johannes Schele im Frühjahr 2017 weiterziehen soll - und zwar zum Turm der Komischen Oper Unter den Linden. Die St. Agnes Kirche ist ein imposanter Bau, der die Ausstellungsräum der renommierten Galerie KÖNIG beherbergt. Finanziert wurde die Installation u.a. über Röhren-Patenschaften von Freunden, Förderern und Partnerunternehmen. Auch das Deutsche Architektur Zentrum unterstützt das Projekt. Zur Eröffnung sprach der renommierte Kurator, Autor und Künstler Lukas Feiress.

Für die beiden Initiatoren, die Architekten Baumann und Schele, ist die gegenwärtige Situation in Europa mit Problemen derart negativ beladen, dass sie ein positives Zeichen für notwendig hielten. Aus ihrer Sicht mangelt es Europa an Sichtbarkeit, an öffentlicher Präsenz und positiver Resonanz. Mit ihrem individuellen Engagement - und diesem konkreten Beitrag für Europa - wollen sie in Berlin ein deutlich sichtbares Zeichen setzen FÜR EUROPA. Die gut sichtbare Installation soll zu Gesprächen und Debatten anregen und insbesondere auch die Bewohner des Quartiers dazu einladen, sich über die aktuelle Situation in Europa auszutauschen.

Weitere Informationen unter moreplatz.com

 

Preis Frauen Europas für Adriana Lettrari

21.12.2016

Seit 25 Jahren verleiht die Europäische Bewegung Deutschland den Preis Frauen Europas".

Mit dem Preis werden Frauen geehrt, die sich durch ihr gesellschaftliches Engagement in besonderer Weise für ein vereintes Europa einsetzen.

Die Preisträgerin des Jubiläumjahrs 2016 ist Adriana Lettrari - ihr wurde der Preis am 08. November 2016 von der Bundesministerin für Familie, Senioren Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, der Preis überreicht. Mit der symbolischen Auszeichnung in Form einer Brosche wird die Preisträgerin gleichzeitig Teil des Netzwerks europäisch engagierter Frauen.

Adriana Lettrari wurde für ihre Aktivitäten im Netzwerk 3te Generation Ostdeutschland ausgezeichnet: Als „Wendekind" sieht sie die Wiedervereinigung als große Chance, die unterschiedliche Sozialisierung in Ost und West in einem geeinten Europa zusammen zu führen.

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